Lektion 7

E-Text:

Weder Gaius selbst, der von Augustus adoptiert worden war, noch Lucius, den der Kaiser mit dem Bruder adoptiert hatte, erfreuten sich lange Zeit an ihren Ehen, mit denen sie geschmückt worden waren, denn die jungen Mütter sind gestorben.:
dieser bei Marseille, jener in Asien.
Augustus aber hat nach diesem Tod, die er liebte, Postumus und Tiberius adoptiert, obwohl er weder dessen noch jenen seinen
Charakter schätzte. Wenige Jahre nachdem er Postumus, dessen Leben ihm schon lange nicht gefiel, auf eine Insel (=ins Exil)
transportiert hatte, hat er Tiberius, dem er eine Tochter zur Ehe gegeben hatte, verletzt.
Dieser aber verließ Julia, von der er keine Kinder hatte.

Lektionstext:

„Es war Nacht und ich hatte mich dem Schlaf hingegeben als plötzlich das Traumbild des Hectors erschien und sagte hat: ‚Fliehe Aeneas, denn der Feind hat die Mauern . Du aber ergreife die heiligen Gegenstände und Suche eine neue Heimat.’ Das Bild war kaum verschwunden, als ich, aus dem Schlaf aufgeschreckt, [das] Geschrei der Männer hörte. Sofort packe ich mein Schwert und will das Vaterland retten – aber vergebens! Schon rennen die Griechen durch alle Straßen der eroberten Stadt, sie werfen Geschosse, töten Männer, verschleppen die jungen Frauen!
Ich sagte: ‚Was, wenn auch mein Haus bereits erobert, wenn Creuse, meine geliebte Ehefrau, bereits fortgerissen, wenn mein alter Vater zusammen mit dem kleinen Iulus getötet worden ist?’
Plötzlich erblickte ich jene Helena, welche aus der Burg geflohen war und sich zum Altar der Vesta gerettet hatte. Diese wollte ich töten, weil sie der Grund des gesamten Elends gewesen war, aber die Göttin Venus erschien und sagte: ‚Was machst du, Aeneas? Diese Ehefrau, deren Leben du verlangst, ist unschuldig und unschuldig ist Paris, der sie geraubt hat.
Der Zorn der Götter hat diese Mauern, diese Stadt zerstört! Du aber fliehe und suche ein neues Vaterland!’
Durch diese Worte bewegt, suche ich mein Haus und will die Meinen retten.
Ich sagte: ‚Du Vater, greife die heiligen Dinge; ich, ich selbst werde dich tragen; ihr aber, Creusa und Iulus, kommt mit uns!
Aber der Vater verneint und sagte: ‚Flieht und lasst mich zurück! Ich bin ein alter Mann und will nicht ohne das Vaterland leben.
Während er dieses sagt, erblicken wir auf dem Scheitel Iulus eine unschädliche Flamme. Darauf sagt der Vater: ‚O Iuppiter! Durch dieses Zeichen ermahnst du mich und bewegst mich!’ Wir aber flohen durch die Nacht aus der Stadt froh, weil der Vater überzeugt worden war.“


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