Lektion 8

E-Text:

Aeneas: "Du, Vater", sagte er "erorbere das Heiligtum! Wir werden das Vaterland zurücklassen. Es ist Zeit vor den Griechen
zu fliehen. Die, die schon durch alle Straßen der Stadt rennen, haben schon viele getötet, und werden nicht zögern, uns alle zu töten."
Aber der Vater:"Ich werde nicht fliehen. Ich werde nicht mit euch gehen. Ich werde das Vaterland nicht verlassen, denn ich werde hier
bleiben."
Darauf Aeneas:"Was werden wir tun, Vater, wenn du zu dieser Zeit hier bleiben wirst ? Dann werden weder Kreusa noch Julius froh sein, noch werde ich froh sein. Im Gegenteil, unser Leben wird elend ohne dich sein. Ich muss ein neues Vaterland suchen und werde auch nicht zögern, dich vor dem Tod zu bewahren."

Lektionstext:

Äneas, der endlich in Italien angekommen war, stieg zusammen mit Sybilla in die Unterwelt hinab und fragte seinen Vater im Reich der Seligen nach dem Schicksal seines Volkes. Dieser führte seinen mit größter Freude begrüßten Sohn mit sich und sagte: „Jetzt werde ich dir die Seelen zeigen, die ein Gott zu seiner Zeit ans Licht rufen wird und ich werde dir dein Schicksal zeigen.
Du wirst jene Könige sehen, die in Alba Longa herrschen werden, die Burgen auf den Bergen errichten werden und Nomentum, Gabii und die Stadt Fidena wirst du sehen. Diese werden dann Namen sein, jetzt sind es Orte ohne Namen.
Ich werde dir nun alles sagen, du aber wirst hören und staunen – aber schon kommt jener Romulus, der Rom unter guten Vorzeichen gründen wird, und nach seinem Namen benennen wird, der die Stadt mit einer Stadtmauer und Türmen umgeben wird, der der erste der römischen Könige sein wird und viele berühmte Taten vollbringen wird – und dieses ist Augustus, der mit großer Kraft die Ägypter besiegen wird und die Grenzen des Reiches ausdehnen wird und der zur größten Freude der Völker der Welt den Frieden geben wird.
Willst du Tarquinius sehen, den hochmütigen König und Brutus, der Tarquinius aus der Stadt vertreiben wird und der erste Konsul in einem freien Staat sein wird? Willst du jenen Scipio sehen, der über Hannibal einen Triumph feiern wird und Cato, jenen Mann von strengen Sitten, und die übrigen berühmten Konsuln, Führer und Herrscher?
Denn du, Äneas, wirst der Begründer eines neuen Volkes sein und diesem Volk, dem römischen Volk, werden die übrigen Völker gehorchen. Die Befehle der Römer werden gerecht sein und sie werden Frieden und Sitten den Völkern geben. Die Besiegten werden sie schonen, die Hochmütigen aber niederringen.


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